Eroberung und Ausbeutung

•giugno 3, 2008 • Lascia un commento

Ich denke, dass ober und Ausbeutung des Menschens ist nicht richtig, weil man nicht nur für seine Interesse, die andere Völker unterwerfeu mussten.

Martin Luther

•maggio 30, 2008 • Lascia un commento

Martin Luther (ursprünglicher Nachname Luder; * 10. November 1483 in Eisleben (Sachsen-Anhalt); ebenda 18. Februar 1546) war der theologische Urheber und Lehrer der Reformation. Als zu den Augustinermönchen gehörender Theologieprofessor wollte er Fehlentwicklungen in der Katholischen Kirche durch ausschließliche Orientierung an Jesus Christus als dem fleischgewordenen Wort Gottes beseitigen. Seine Entdeckung der Gnade Gottes, seine Predigten und Schriften – besonders seine Lutherbibel – entfalteten breite Wirkung. Sie wurden von den Fürstentümern des 16. Jahrhunderts dazu genutzt, die Zentralmächte von Papst und Kaiser zurückzudrängen, und veränderten die mittelalterliche Gesellschaft nachhaltig. Unter ihrem Einfluss kam es entgegen Luthers Absichten zu einer Kirchenspaltung, Bildung der Evangelisch-Lutherischen Kirche und weiterer Konfessionen des Protestantismus.

Von 1501 bis 1505 studierte Luther an der Universität Erfurt in Thüringen und erhielt den „Magister Artium“ der Philosophischen Fakultät: Dazu gehörte eine Grundausbildung in Latein in den Fächern Grammatik, Rhetorik, Dialektik , Arithmetik, Geometrie, Musik und Astronomie. Hier erwarb er sich eine genaue Kenntnis der Lehren des Aristoteles, die seit Thomas von Aquin die mittelalterliche Scholastik beherrschten, aber in Erfurt bereits in der Kritik des Nominalismus standen.

Auf väterlichen Wunsch begann Luther nach seiner Promotion ein Studium der Rechtswissenschaften. Doch am 2. Juli 1505 wurde er nach dem Besuch seiner Eltern in Mansfeld auf dem Rückweg nach Erfurt bei Stotternheim von einem schweren Gewitter überrascht, hatte Todesangst und rief zur Heiligen Anna, der Mutter Marias: Heilige Anna, hilf! Lässt Du mich leben, so will ich ein Mönch werden. Weshalb der junge Luther gerade dieses Gelübde ablegte und dann einen kirchlichen Lebensweg einschlug, erklärt sich weder aus seiner Erziehung noch seiner Todesangst ganz.[2] Jedenfalls trat er am 17. Juli 1505 gegen den Willen seines Vaters in das Kloster der Augustinereremiten in Erfurt ein.[3]

Hier übte er die Ordensregeln in vorbildlicher Strenge, so dass er schon am 27. Februar 1507 zum Priester geweiht wurde. Trotz täglicher Bußübungen litt Luther große Gewissensqualen. Seine Hauptfrage war: Wie kriege ich einen gnädigen Gott? Die Frage entzündete sich nicht an Missständen der kirchlichen Praxis, sondern am Sakrament der Buße, deren Vorbedingung die aufrichtige Reue aus Liebe zu Gott, nicht Angst vor Gottes Bestrafung, und die Beichte aller, auch der heimlichsten, einem selbst unbewussten Sünden war. Luther nahm diese Forderungen sehr ernst und stürzte deshalb in verzweifelte Heilsungewissheit darüber, ob er diese Voraussetzung erfüllen könne oder aber mit einer ungültigen Absolution ewige Verdammnis auf sich ziehen würde. Er erfuhr seine Unfähigkeit, aus Liebe, nicht Angst, Gottes Forderungen zu erfüllen, so dass er auch an der zugesagten Vergebung zweifelte.[4]

Sein Beichtvater Johann von Staupitz, der Generalvikar der Kongregation, empfahl Luther daraufhin für ein Theologiestudium und versetzte ihn dazu 1508 nach Wittenberg. In der dortigen Klosterschule lernte er die Theologie Ockhams kennen, der Gottes Freiheit ebenso wie die menschliche Willensfreiheit betonte, dazu die Kirchenväter, vor allem – vermittelt durch die „Sentenzen“ des Petrus LombardusAugustin. Ein Jahr darauf promovierte er auch zum baccalarius biblicus (Professor der Bibel), der Griechisch und Hebräisch beherrschte, und hatte nun neben Moralphilosophie auch biblische Fächer zu lehren.

1510 reiste Luther nach Rom, um im Auftrag seines Erfurter Konvents, in den er inzwischen zurückgekehrt war, gegen die von oben befohlene Vereinigung der strengen „Observanten“ mit den liberaleren Augustinerklöstern zu protestieren. Er nahm an einer Generalbeichte teil und rutschte auf dem Bauch die „Heilige Treppe“ am Lateran hinauf, um Sündenvergebung für sich und seine Verwandten zu erlangen. Er zweifelte also damals noch nicht an der römischen Bußpraxis, war aber schon entsetzt über den Unernst und Sittenverfall, die ihm in Rom begegneten.

1511 holte Staupitz ihn erneut nach Wittenberg und machte ihn 1512 als Doktor der Theologie zu seinem Nachfolger. Mit dem thomistischen Gedanken, dass sein Gewissensleiden von Gott selbst hervorgerufen sei, um wahre Demut in ihm zu wecken, konnte er Luthers Gewissensnot lindern, aber nicht lösen. Dennoch hielt ihre Freundschaft bis zu Staupitz’ Tod 1524 an.

In den folgenden Jahren hielt Luther Vorlesungen über die Psalmen und Paulusbriefe. Von diesen Vorlesungen sind einige Originalmanuskripte und wörtliche Nachschriften erhalten geblieben. Sie erlauben es, Luthers Entwicklung bis zum Bruch mit den römisch-katholischen Lehren im Detail nachzuvollziehen. Er folgte anfangs noch dem Schema des „vierfachen Schriftsinns“ und deutete das Alte Testament allegorisch auf Christus. Dabei hielt er sich an die überlieferte Bibeldeutung des Ockhamismus, Neuplatonismus, der Mystik oder der „Devotio moderna“, formte sie aber bereits ganz auf den Glauben des Einzelnen hin um. Dessen auswegloser Verlorenheit stellte er schon die unmittelbare Gnade Gottes gegenüber, noch ohne über deren Vermittlung durch Kirche und Sakramente nachzudenken. Themen wie das Papsttum und die Jungfrauengeburt spielten hier bezeichnenderweise noch keine Rolle.

 

 

 

Situation der kirche

•maggio 30, 2008 • Lascia un commento

1) Im Spätmittelalter und in der Renaissance Die einfachen Priester waren sclecht ausgebiltet und Sie konnten kaum Latein.

2) Die  Humanisten dagegen stellten zum ersten Mal eine Bewegung von Gelehrten dar, die nicht in erster Linie aus der Kirche kamen und die durch ihre Beschäftigung mit der lateinische und griechischen Sprache.

3) Sie kritisirten von allem die Simonie und den Ablasshandel.

4) Aufgrund des hohen Geldbedarfs der Päpste und Bischöfe diese jedoch daran fest

 

Die lateinamerikanischen Hochkulturen

•maggio 26, 2008 • Lascia un commento

DIE INKA

Die Inka waren eine indigene urbane Kultur in Südamerika. Sie herrschte zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert über ein weit umspannendes Reich von über 200 ethnischen Gruppen,das einen hohen Organisationsgrad aufwies. Zur Zeit der größten Ausdehnung erstreckte sich sein Einfluss vom heutigen Ecuador bis nach Chile und Argentinien; ein Gebiet, dessen Ausdehnung größer ist als die Entfernung zwischen dem Nordkap und Sizilien. Entwicklungsgeschichtlich sind die Inka mit den bronzezeitlichen Kulturen Eurasiens vergleichbar. Das rituelle, administrative und kulturelle Zentrum war die Hauptstadt Qusqu (Cusco) im Hochgebirge des heutigen Peru.

Inka war ursprünglich die Bezeichnung eines Stammes, der nach eigener Auffassung dem Sonnengott Inti entstammte und die Umgebung Cuscos besiedelte und zivilisierte. Seine herrschende Sippe fungierte später als Adel des gleichnamigen theokratischen Reiches. Aus ihr rekrutierten sich auch der Klerus[2] und die Offiziere der Inka-Armee. Sapa Inka („einziger Inka“) war der Titel des Inka-Herrschers des Tawantinsuyu („Land der vier Teile, Reich der vier Weltgegenden“).

 

 

Die Azteken

Die Azteken (von Nahuatl aztecatl, deutsch etwa „jemand, der aus Aztlán kommt“) waren eine mesoamerikanische Kultur, die zwischen dem 14. und dem frühen 16. Jahrhundert existierte. Im Allgemeinen bezeichnet man mit dem Begriff „Azteken“ die ethnisch heterogene, mehrheitlich Nahuatl sprechende Bevölkerung des Tals von Mexiko; im engeren Sinne sind damit aber nur die Bewohner von Tenochtitlán und der beiden anderen Mitglieder des sogenannten „Aztekischen Dreibundes“, der Städte Texcoco und Tlacopán, gemeint.

Ab dem späten 14. Jahrhundert weiteten die Azteken im Laufe der Jahre ihren politischen und militärischen Einfluss auf die umliegenden Städte und Völker aus, die nicht direkt dem Reich angegliedert, sondern zur Zahlung von Tributen gezwungen wurden. Auf dem Höhepunkt ihrer Macht kontrollierten sie weite Teile Zentralmexikos mit dem Tal von Mexiko als Zentrum. Zwischen 1519 und 1521 wurden die Azteken schließlich von den Spaniern unter Hernán Cortés unterworfen.

Die Azteken bezeichneten sich selbst meist als Mexica , nach dem Namen des Ortes oder der Region Mexico – der Ursprung des heutigen Ländernamens Mexiko, bzw., nach ihren Siedlungsplätzen Tlatelolco und Tenochtitlán auch Tlatelolca  und Tenochca . In alten Quellen wird der Begriff „Azteken“ nur im Zusammenhang mit dem mythischen Herkunftsort Aztlán verwendet. Der erste, der ihn in moderner Zeit benutzte, war der Jesuit Francisco Javier Clavijero im 18. Jahrhundert; bekannt wurde er jedoch erst durch Alexander von Humboldt.

 

Die Maya

Die Maya sind ein indigenes Volk bzw. eine Gruppe indigener Völker in Mittelamerika, die insbesondere aufgrund der von ihnen im Präkolumbischen Mesoamerika gegründeten Reiche und ihrer hoch entwickelten Kultur bekannt sind.In ihrer Blütezeit stellten sie eine mächtige Hochkultur dar. Man spricht zumeist von einer Maya-Kultur; tatsächlich gibt es auch viele Gemeinsamkeiten zwischen den verschiedenen Fundstellen aus der Vergangenheit – doch stehen hinter dieser Kultur verschiedene Völker mit einander mehr oder weniger eng verwandten Maya-Sprachen. Nicht nur wegen der räumlichen Gegebenheiten unterscheidet man traditionell zwischen Hochland- (in Chiapas und Guatemala) und Tieflandmaya (in Yucatán, im Petén und Belize). Im Lauf der Geschichte lässt sich eine Verschiebung der hochkulturellen Zentren vom Hochland ins Tiefland und dann in den Norden von Yucatán beobachten.Zur Zeit der Ankunft der Spanier Ende des 15. Jahrhunderts lagen die Zentren der nachklassischen Maya-Kultur im äußersten Norden von Yucatán, während das zentrale Tiefland nur noch dünn besiedelt war. Im südwestlichen Hochland existierte zu diesem Zeitpunkt eine recht eigenständige Maya-Kultur: die Kultur der Quiché. Im Gegensatz zu vielen anderen indigenen Völkern existieren die Maya noch heute und leben auf der Yucatán-Halbinsel sowie in Belize, Guatemala und Honduras.

Berühmt sind die Maya für ihre Mathematik und für ihren hoch entwickelten Kalender, geschrieben in Hieroglyphen. Wichtige Errungenschaften sind der Anbau von Mais, die Entwicklung des sehr präzisen Maya-Kalenders und der Maya-Schrift. Die mittlerweile weitgehend entzifferte Schrift, obwohl auf Bildsymbolen basierend, war mehr als eine reine Ideogrammschrift und stellt das höchstentwickelte (und bis zur Ankunft der Spanier das einzige) Schriftmedium in Altamerika dar. Kunsthandwerk (Bearbeitung von Stein, Keramik, Holz, Textilien) und Malerei waren hoch entwickelt, Metallverarbeitung (Gold, Silber, Kupfer) spielte erst spät und fast nur für rituelle Zwecke eine Rolle, nicht für die Werkzeugherstellung. In den Städten gab es bis zu 65 m hohe Stufenpyramiden, Paläste, Observatorien und Ballspielplätze.

 

Traditionelles Siedlungsgebiet der Maya

 

 

 

Entdeckung und Eroberung der Welt

•maggio 26, 2008 • Lascia un commento

1) Es gab eine große Veränderung  in der Waffentechnick und in der Art, wie Söldner kämpfte.

2) Man kämpfte mit Pfeil und Bogen oder mit der Armbrust

3)Jetzt kämpfte man mit Feuerwaffen: Artillerie Musketen und Gewehre.

4)Es gab keine sichere Schutz mehr( über alles Stadtmauern und befestigten Burgen); die Rüstungen der Ritter nicht sinnvol waren, aber sie waren nur hinderlich.

5)Die neue Zusammensetzung der Truppen hieß “Landsknechte” :leichter bewaffnete und mobile Fußtruppen von Söldner eingesetzt würden.Die Folge war, daß das Rittertum seine Bedeutung und macht verlor.

6)Der Kompass, z.B. würde verbessert und es auch andere nautische Geräte kamen und im Bereich des Schiffsbaus würden die Karavellen gebaut.

7)Die Schiffen konnten auch auf dem offenen Meer eine navigation bei bedecktem Himmel machen und die Karavellen, die groß und schnell waren, für hohen Seegang gut gerüstet waren.

 

Kristoph Kolumbus

•aprile 24, 2008 • Lascia un commento

 

Christoph Kolumbus wurde 1451 als Sohn eines Webers in der italienischen Hafenstadt Genua geboren. Schon in jungen Jahren befuhr Kolumbus das Meer. Erst nach seiner Übersiedelung nach Portugal befasste er sich mit der Idee seines Lebens. Er studierte alte und neue Schriften, Briefe und Karten. Besonders eine Karte von Toscanelli beeindruckte ihn. Kolumbus glaubte auch, dass die Erde klein ist. Sein Lebenstraum bestand darin, über den Atlantischen Ozean westwärts Indien und Japan zu erreichen. Für sein Vorhaben suchte er Unterstützung beim König von Portugal. Doch er bekam eine Absage. Dann versuchte er sein Glück am spanischen Königshof. Nach sieben Jahren entschloss sich Königin Isabella von Spanien endlich die Expedition zu unterstützen. Am 3. August 1492 konnte Kolumbus vom Hafen Palos aus in See stechen. Zu dem Unternehmen gehörten drei Segelschiffe mit 90 Mann Besatzung. Das größte Schiff war die Santa Maria. Auf ihr lebten 40 Leute in großer Enge. Außerdem wurden auf ihr Vorräte für ein ganzes Jahr transportiert. Die beiden Schiffe hießen Nina und Pinta.Zunächst nahmen die Schiffe Kurs auf die Kanarischen Inseln. Am 6. September ging es dann in Richtung Westen. Nach 8 Wochen auf hoher See war Kolumbus klar, dass Toscanellis Karte nicht stimmte, und dass sein Glaube, die Erde wäre klein, ein furchtbarer Irrtum war. Die Seeleute waren unruhig und wollten umkehren. Nach 71 Tagen, am 12. Oktober 1492 entdeckten sie dann endlich Land.

Kolumbus landete auf einer Insel, die er San Salvador nannte. Sie gehört zu den Bahama – Inseln. Er glaubte in Ost- Indien zu sein und nannte die Eingeborenen Indianer.Kolumbus erforschte weiter die Karibische See und landete auf Kuba und Haiti. Dort lief die Santa Maria auf Grund. Am 15. März 1493 kehrte Kolumbus nach Spanien zurück. Statt erhoffte Mengen an Gold brachte er Papageien, Batete (Kartoffeln), Perlen, Korallen, tropische Früchte und Indianer mit.Christoph unternahm weitere Entdeckungsreisen. Auf seiner zweiten Fahrt erreichte er die Kleinen Antillen – Jamaika und Puerto Rico, auf der dritten Trinidad und die Orinocomündung in Südamerika und auf der vierten gelangte er an die Küste Mittelamerikas. Für die Entdeckung dieser Länder erhielt er den Titel Vizekönig.Im Mai 1506 starb er in Valladolid (Stadt in Spanien). Bis zu seinem Tod glaubte er, auf seinen Reisen Indien erreicht zu haben.

Geschichte der Fugger

•marzo 9, 2008 • Lascia un commento

Im vierzehnten Jahrhundert zog es viele Menschen unter dem Motto „Stadtluft macht frei“ in die Städte. Bauern und Handwerker strömten zu Hunderten in die Ballungsgebiete in der Hoffnung, dort ein besseres Leben zu führen. Im Jahre 1367 zog aus dem gleichen Antrieb heraus (er war kein Leibeigener) ein Grabener Weber nach Augsburg: Hans Fugger. Er hatte es nicht leicht, denn es gab schon viele Weber in Augsburg, jedoch wurde er 1386 zum ersten Zunft-Meister der Weber in Augsburg.

Hans Fugger hatte zwei Söhne:

  • Jakob den Alten, den Stammvater der Fugger von der Lilie
  • Andreas, den Stammvater der Fugger vom Reh

Jakob der Alte baute die Weberei weiter aus, ging dabei jedoch langsam und vorsichtig vor. Sein Bruder Andreas hingegen trennte sich von dem Geschäft seines Vaters und wechselte den Beruf. Er wurde Kaufmann. So erlangte er früh, im Vergleich zu seinem Bruder, großen Reichtum, den sein Sohn Lukas später sogar noch ausbaute. Lukas bekam ein Wappen verliehen; so sollte die Linie, der er entstammte, fortan „vom Reh“ heißen. Doch die schnelle Expansion überanstrengte Lukas und seine Brüder, sodass ihr Unternehmen nach vielen Fehlentscheidungen alles verlor.

Jakob der Alte konnte seinen Söhnen zwar nicht annähernd ein so großes Vermögen wie Andreas hinterlassen, jedoch hatte er ein stabiles Weberunternehmen und einen bescheidenen Handel aufgebaut. Nach Jakobs Tod 1469 trat Ulrich Fugger dessen Nachfolge an. Nach einer langsamen, aber erfolgreichen Vergrößerung des Handelsnetzes war ihr Name zwar noch lange keiner der ganz großen, aber unter den Augsburger Händlern auch kein unbekannter. 1473 wurde dies von Kaiser Friedrich III. durch die Verleihung eines Wappens an die Söhne Jakobs des Alten anerkannt. Mit dem Abwickeln des römischen Ablasshandels 1476 sowie der Unterstützung Maximilians I. 1483 in Holland erschlossen die Fugger zwei große aber auch riskante Geschäftszweige. Der Ablasshandel sollte sie später in Probleme mit den Protestanten bringen, und der Handel mit Habsburg barg die Gefahr der Verpflichtung gegenüber dem Erzhaus.

Der jüngste Sohn Jakobs des Alten, Jakob der Reiche, lernte – erst für ein geistliches Amt bestimmt, während seine Brüder mit Ulrich an der Spitze die Geschäfte führten, – an verschiedenen Orten die Aufgaben eines Kaufmanns kennen. Nach seiner Lehrzeit in Venedig holte ihn sein Bruder Ulrich jedoch nach Augsburg zurück, da dieser zur Abwicklung der Geschäfte der wachsenden Gesellschaft seiner Hilfe bedurfte und das Einstellen familienfremder Mitarbeiter in Führungskreise nicht in Frage kam. Binnen weniger Jahre änderte sich die Vorgehensweise der Firma, wodurch sie noch erfolgreicher wurde und 1484 eine eigene Kammer im Deutschen Handelshaus zu Venedig bekam. Für uns heute stellt sich die Frage, ob „das Verdienst an dieser Auszeichnung wirklich dem ältesten der Fuggerbrüder“ (Götz von Pölnitz: Die Fugger. S. 57 [1]) gebührte oder ob es nicht Jakob gewesen war, der seit einiger Zeit die großen Erfolge der Firma verbuchte.

Neben dem Ausbau des Handels mit Wolle, Seide, Barchent (ein Mischgewebe aus Baumwolle auf Leinenkette) und Spezereien wurde in Kooperation mit der Firma Auer und Metzler der Familie Thurzo in Ungarn in den Bergbau investiert. Hierzu wurden Bergwerke gepachtet, diese durch deutsche Spezialisten modernisiert und dann die Metalle über den eigenen Handelsweg nach Augsburg gebracht, um die Edelmetalle von dort aus besonders an Münzpräger zu liefern.

Mit dem zum großen Teil aus dem Handels- und Montangeschäft (Bergbau) verdienten Geld half die Fugger-Gesellschaft, an deren Spitze sich schon bald Jakob der Reiche behaupten konnte, vermehrt dem deutschen König Maximilian I. aus dem Hause Habsburg. So half die Gesellschaft Maximilian I. z. B. bei der Übernahme Tirols 1490, der Hochzeit mit Bianca Maria Sforza 1494 oder der Finanzierung des italienischen Kriegs 1496. Im Ausgleich half der König den Fuggern, indem er Gesetze zu ihren Gunsten änderte oder schrieb und ihnen Handelsprivilegien erteilte. Im Jahre 1505 verstärkten sich außerdem die Beziehungen zum Papst, indem die Fugger ihm Geld zur Anwerbung der ersten Schweizergarde liehen.

Mit dem Tode Ulrich Fuggers 1510 fielen nun alle großen Entscheidungen Jakob zu. Daraus entstand 1512 die monarchische Organisation der Firma. Eine der größten und berühmtesten Investitionen Jakob Fuggers war 1519 die Finanzierung der Königswahl Karls V. (vorher Karl I. von Spanien). Die Fugger brachten zur Bestechung der Kurfürsten des Reiches, die den Kaiser wählten, insgesamt 852.000 Gulden Kredit zusammen, zur Tilgung dieser Schulden wurde 1521 beim Wormser Reichstag ein Vertrag abgeschlossen.

Die letzten vier Lebensjahre Jakobs wurden von Aufständen in den fuggerschen Bergwerken in Ungarn, Unruhen gegen die Fugger in Augsburg selbst und von Monopolklagen gegen die Fugger für Jakob erschwert. Doch auch in seinen letzten Lebensjahren behauptete er sich gegen seine Gegner und leitete auch weiterhin die Geschicke der Firma mit viel Erfolg. Die Aufstände schlug er nieder und auch die Klagen konnte er mit Hilfe Karls V. zurückweisen. Für Letzteren resultierten daraus weitere Kredite der Fugger, die unter anderem zur Finanzierung des Krieges bei Pavia in Italien benötigt wurden, der dank des Geldes Fuggers siegreich war.

Im Jahre 1525 starb Jakob der Reiche. Dadurch erbte sein Neffe Anton, der Sohn Georg Fuggers, der Bruder Jakobs, eine Gesellschaft, die in ihrem „politischen und wirtschaftlichen Einfluss […] den der Medici übertraf und allenfalls seinesgleichen in der Kapitalmacht der Rothschild“ (Hans Herzfeld: Geschichte in Gestalten) fand.

Ebenso wie Jakob, war Anton ein begnadeter Kaufmann und „Florentinern der Zeit, die um das Dioskurenpaar von Handel und Herrschaft guten Bescheid wussten, galt dieser junge Mann […] als ‘ein Fürst der Kaufleute’“ (Götz von Pölnitz: Die Fugger. S. 154[1]). So ist es auch nicht verwunderlich, dass Anton mit ähnlicher Energie und genauso viel Geschick die Geschäfte der Firma fortführte. Er pflegte nicht nur die Beziehungen zu Karl V., sondern half auch dessen Bruder Ferdinand I., der seit den mit seinem Bruder 1521/22 geschlossenen habsburgischen Teilungsverträgen die österreichischen Erblande sowie Tirol und Württemberg regierte, da auch Ferdinand I. sich, wie sein Bruder, oft in finanzieller Not befand. Die Firma stellte Karl V. immer wieder Geld zur Verfügung, da Feldzüge gegen die Türken und die Franzosen Unmengen an Geldern verschlangen, die Spanien nicht besaß. Als Sicherheiten und zur Tilgung wurden Fugger die Rechte an spanischen Quecksilber- und Zinnober-Bergwerken sowie Ländereien und Privilegien zuteil. Von Ferdinand I., dem die Firma auch oft und viel Geld lieh, um zum Beispiel dessen Erhebung zum König in Ungarn und Böhmen (hiermit wurde das spätere Königreich Österreich-Ungarn begründet) oder die Soldaten zur Verteidigung gegen die Türken zu finanzieren, bekam Anton keine Gegenleistungen, natürlich musste Ferdinand I. ihm auch Zins und Tilgung zahlen, weiter reichte die Dankbarkeit jedoch nicht. Noch im gleichen Jahr der Königserhebung Ferdinands I. intrigierte Letzterer für Höchstetter im Quecksilberstreit in Spanien gegen die Fugger.

Als 1545 mit der Eröffnung des Trienter Konzils die Gegenreformation begann, griff die Gesellschaft zwar Karl V. finanziell unter die Arme, jedoch war der Katholik Anton stets um Frieden zwischen den Parteien bemüht. Nachdem Augsburg, das sich zum Protestantismus bekannt hatte, von Karl V. erobert worden war, half Fugger bei der Finanzierung der Kriegsschuld und stand für seine Heimatstadt ein, obwohl er einst aus der Stadt verwiesen worden war. Fugger musste trotz aller Bemühungen um Frieden seinerseits damit rechnen, dass seinem Handel durch den Krieg größere Schwächungen drohten. Darum versuchte er, durch große Kredite an Heinrich VIII. von England dort Rückhalt aufzubauen.

Nachdem Philipp II. die Nachfolge Karls V. angetreten hatte, entschloss sich Anton, die Firma langsam abzubauen und das Vermögen in Ländereien umzusetzen. Hierzu mögen ihn vielleicht auch Fehler von Familien- und somit Firmenmitgliedern, sowie Betrug in der Antwerpener Faktorei bewegt haben, da diese die Firma viel Geld kosteten.

Bis zu seinem Tode 1560 schaffte er es nicht, die Firma komplett aufzulösen, zu oft war er gezwungen, sich anderen Dingen zu widmen, vor allem den Geldwünschen Philipps II. Und es ist anzunehmen, dass er sich auch gar nicht hätte zurückziehen können: Dafür war er im Geiste zu sehr Kaufmann. Das äußert sich darin, dass er bis zu seinem Tode die Führung ähnlich wie sein Vorgänger Jakob nicht aus der Hand gab.

Bei seinem Tode hinterließ Anton Fugger seinen Nachfahren zahlreiche Ländereien und ein Vermögen von 5 Millionen Gulden.

Mit dem Tode Antons ging die Blütezeit des fuggerschen Imperiums, das über ein Jahrhundert in der Politik und Wirtschaft Europas eine bedeutende Rolle gespielt hatte, bis Ende des Dreißigjährigen Krieges 1648 endgültig vorüber.

Noch heute leben direkte Nachfahren Jakob des Alten in Schwaben auf ihren Ländereien; auch gibt es heute noch die Fürst-Fugger-Privatbank KG in Augsburg, die ihren Ursprung in dem Schaffen Jakobs des Reichen und Anton Fuggers hat. Die Fuggerei, als soziale Einrichtung zwischen 1514 und 1523 von Jakob dem Reichen erbaut, betreut noch heute mittellose Bürger für heute 0,88 Euro im Jahr sowie drei Gebete am Tag. Im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt, wurde die Fuggerei in den Jahren nach dem Kriegsende vom Träger, den Fuggerschen Stiftungen unter Leitung von Joseph-Ernst Graf Fugger von Glött, dem damaligen Eigentümer vom Fuggerschloss Kirchheim/Schwaben, wieder aufgebaut. Noch heute werden die die Fuggerei umgebenden Tore pünktlich um 22:00 Uhr geschlossen, einen späteren Einlass gibt es dann nur noch gegen eine „Strafzahlung“ beim Wächter.

Die fugger in der populären Kultur

Über die Fugger sind zahlreiche populäre Sachbücher erschienen. Auch mehrere historische Romane beziehen Handlungselemente aus dem Leben der Kaufmannsfamilie, neuere Werke sind Tanja Kinkels Die Puppenspieler, Thomas R. P. Mielkes Gold für den Kaiser und Peter Dempfs Das Amulett der Fuggerin.1982–1983 strahlte die ARD die sechsteilige Fernsehserie Vom Webstuhl zur Weltmacht über den Aufstieg der Fugger aus, die auf Günter Oggers Buch Kauf Dir einen Kaiser beruhte.Die erfolgreiche Wirtschaftssimulation Die Fugger II von 1996 bezieht sich in ihrem Namen auf die Familie. Nicht zuletzt wegen eines Streits um die Namensrechte seitens der Familie Fugger ist das Computerspiel nicht mehr im Handel erhältlich. Der Nachfolger des Spiels ist seit dem Rechtsstreit unter dem Namen Die Gilde vertrieben worden.Noch heute ist der Begriff Fuggergeschäft in Südwestdeutschland weit verbreitet

Das Handelshaus der Fugger

•marzo 9, 2008 • 1 commento

 Die Fugger sind ein schwäbisches Geschlecht, das seit 1367 in Augsburg ansässig war. Während man lange annahm, dass die Linie „Fugger vom Reh” 1494 erlosch, erlangte die noch heute bestehende Linie „Fugger von der Lilie” durch die Fuggerische Handelsgesellschaft Weltgeltung.

Die Renaissance

•febbraio 25, 2008 • Lascia un commento

1) Die Renaissance ist der Ubergang vom Mittelalter in die Neuzeit.

2) Sie Zeichnet sich aus ein wachsendes Interesse an der antiken Kultur, das sich in den folgenden Jahrunderten in ganz Europa verbreitete.

3) Die Kirche und das Christentum verloren ihre beherrschende und erklärende Stellung. Inder Menschen erweiterte sich und man setzte mit der traditionellen Sichtweise.

4) Tiziano vecellio

Tizian (Tiziano Vecellio; * um 1477 oder um 1490, wahrscheinlicher jedoch zwischen 1488 und 1490 in Pieve di Cadore bei Belluno; † 27. August 1576 in Venedig) war der bedeutendste Maler der venezianischen Hochrenaissance, die vor allem durch ihr ausgeprägtes Kolorit gekennzeichnet ist.

Tizian kam schon als Neunjähriger nach Venedig, um dort eine Ausbildung in der Malerei zu erhalten. Als seine Lehrer werden der Mosaikmaler Sebastiano Zuccato, dann Gentile Bellini genannt; doch muss er später auch bei Giovanni Bellini gelernt und sich danach bei Giorgione weitergebildet haben, mit dem er auch gemeinsam Bilder ausgeführt hat (z. B. Fête champêtre, „Ländliches Konzert“, um 1511). Man erfährt zuerst von seiner Tätigkeit um 1508–09, wo er neben Giorgione die jetzt verschwundenen Fresken am Fondaco dei Tedeschi in Venedig ausführte (die Fresken waren bereits im 17. Jahrhundert stark beschädigt, abgenommene Fragmente haben sich im Palazzo Ducale und in den Gallerie dell’Accademia in Venedig erhalten). 1511 malte er Fresken in der Scuola del Santo in Padua. 1512 kehrte er nach Venedig zurück. Es entstanden einige Gemälde mit religiösen Inhalten.

Zu Tizians Malweise

Der durch die flandrische Schulen beeinflusste koloristische Realismus der Venezianer gelangte durch Tizian auf seine Höhe. In seiner Auffassung weniger idealistisch als Raffael oder Michelangelo, hat er vor den Römern und Toscanern die malerische Kraft voraus und kommt Raffael in der Schönheitsfülle gleich, Michelangelo in der dramatischen Lebendigkeit der Komposition nahe. Tizian ist der größte Kolorist der Italiener – so geht etwa die Bezeichnung tizianrot auf ihn zurück – und versteht seinen Figuren zugleich den vornehmen Charakter zu geben, der seine eignen Lebensgewohnheiten und die seiner Stadtgenossen kennzeichnet.

Obwohl er sich nicht an die Antike anschloss, so ist er doch zu einer verhältnismäßig ähnlichen Wirkung gelangt, indem sich die Ruhe des Daseins, die edle, in sich befriedigte Existenz in seinen Werken ebenso spiegelt. Ganz vermochte er sich übrigens nicht den Einwirkungen der anderen italienischen Schulen zu entziehen, und zwischen seinen spätesten Arbeiten, worunter die Dornenkrönung Christi in München hervorragt, und seinen früheren, deren edelstes Erzeugnis der Zinsgroschen in Dresden ist, besteht ein beträchtlicher Unterschied. Er wurde später bewegter in der Haltung der Figuren, leidenschaftlicher im Ausdruck der Köpfe, energischer im Vortrag. Seine Historienbilder tragen mehr oder weniger etwas Porträtmäßiges, freilich in großartiger Auffassung, an sich; es gibt darunter einige, die zu den edelsten und unvergänglichsten Erzeugnissen der Kunst gehören, während andere sich mit einer mehr äußerlichen Wirkung begnügen.

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Der Humanismus

•febbraio 24, 2008 • Lascia un commento

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Johannes Gensfleisch, genannt Gutenberg, (* um 1400 in Mainz; † 3. Februar 1468 ebenda) gilt als Erfinder des Buchdrucks mit beweglichen Metall-Lettern (Mobilletterndruck) in Europa und des mechanischen Buchdrucks.

Die Verwendung von beweglichen Lettern revolutionierte die herkömmlichen Methoden der Buchproduktion und löste in Europa eine Medienrevolution aus. Gutenbergs Buchdruck breitete sich schnell in Europa und später in der ganzen Welt aus (siehe Ausbreitung des Buchdrucks) und wird als ein Schlüsselelement der Renaissance betrachtet. Insbesondere sein Hauptwerk, die Gutenberg-Bibel, wird allgemein für ihre hohe ästhetische und technische Qualität gerühmt.

Zu Gutenbergs zahlreichen Beiträgen zur Buchdruckerkunst gehören neben der Verwendung von beweglichen Lettern auch die Erfindung einer besonders praktikablen Legierung aus Zinn, Blei und Antimon[1], einer ölhaltigen Tinte und eines Handgießinstruments. Zudem erfand er die Druckerpresse. Das besondere Verdienst Gutenbergs liegt darin, alle Komponenten zu einem effizienten Produktionsprozess zusammengeführt zu haben, der erstmals die industrielle Massenproduktion von Büchern ermöglichte. 1997 wurde Gutenbergs Buchdruck vom US-Magazin Time-Life zur bedeutendsten Erfindung des zweiten Jahrtausend gewählt und 1999 kürte das amerikanische A&E Network den Mainzer zum ‘Mann des Jahrtausends’.[2]

Über die Person Gutenberg und über ihr Wirken ist wenig bekannt, da nur wenige Quellen erhalten sind. Das meiste muss Spekulation bleiben.

 
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